1’900 Unterschriften! – Klimainitiativen kommen in Nidwalden und Obwalden zustande!

In Nidwalden wurden innert 60 Tagen über 1'100 Unterschriften für das Klimaanliegen gesammelt und in Obwalden stolze 800. Für das Zustandekommen der Initiativen wird in beiden Kantone 500 Unterschriften benötigt. Die Initiativkomitees deuten die enorme Unterstützung ihres Anliegens als Zeichen, dass die Kantone Nidwalden und Obwalden ambitionierte klimapolitische Ziele verfolgen müssen.

Seit knapp 60 Tagen sammelt ein breites Bündnis von parteipolitischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren Unterschriften für die Klimainitiativen in Nidwalden und Obwalden. Dass die Biodiversitätskrise und die Klimakrise die beiden grössten und drängendsten Herausforderungen unserer Zeit sind, zeigten die vergangenen Woche eindrücklich. In Nidwalden wurden innert 60 Tagen über 1’100 Unterschriften für das Klimaanliegen gesammelt und in Obwalden stolze 800. Für das Zustandekommen der Initiativen wird in beiden Kantone 500 Unterschriften benötigt. Die Initiativkomitees deuten die enorme Unterstützung ihres Anliegens als Zeichen, dass die Kantone Nidwalden und Obwalden ambitionierte klimapolitische Ziele verfolgen müssen.

Vertreter:innen des Initiativkomitees und Unterstützer:innen überreichen die 800 Unterschriften der Obwaldner Staatskanzlei.

Mit der heutigen Eingabe der Unterschriften in den jeweiligen Staatskanzleien, ist ein Grundstein für eine
ambitionierte Klimapolitik gelegt worden, denn Nidwalden und Obwalden haben die Auswirkungen des
Klimawandels in den letzten Jahrzehnten bereits stark zu spüren bekommen. Weil die Temperaturen weiter steigen, vervielfachen sich die Risiken. Glutheisse und trockene Sommer, die der Landwirtschaft
zusetzen, wütende Fluten, die Dörfer zerstören und Menschen töten – was viele vermuten, bestätigt der
neue IPCC-Bericht (28.02.2022): Die steigenden Temperaturen wirken sich rascher aus, ihre Auswirkungen sind heftiger und umfassender, als die Wissenschaft bisher angenommen hat.

Alexander Huser vom Nidwaldner Initiativkomitee überreicht die Unterschriften dem Nidwaldner Staatsekretariat. (Bild OZ)

Das Zustandekommen der Initiativen setzt den Grundstein für den weiteren klimapolitischen Weg. In
diesem Zusammenhang ist nochmals auf drei zentrale Punkte hinzuweisen. Die Klimaneutralität spätestens ab 2040 ist ein ambitioniertes Ziel, aber technisch möglich und gibt uns 10 Jahre mehr Zeit auf erneuerbare Energien umzustellen. Mit der Klimaschutz-Initiative verpflichten sich die Kantone, die
Klimaziele von Paris zu erreichen. Dafür definiert der Regierungsrat in verschiedenen Bereichen
Absenkpfade. Der Klimaschutz-Artikel schreibt keine Massnahmen vor. Es ist Sache der Politik, welche
Massnahmen für Nidwalden und Obwalden die richtigen sind.

Medienspiegel: Artikel in der Obwaldner und Nidwaldner Zeitung vom 2. März 2022