Startschuss Klimainitiative in Nidwalden und Obwalden

Die Klimainitiative verlangt das Erreichen von «netto-null» bis spätestens im Jahr 2040. Mit Hilfe von verbindlichen Absenkpfaden sollen die Kantone aufzeigen, wie «netto-null» bis 2040 erreicht werden kann. Die Initiative verlangt weiter sozial- und umweltverträgliche Massnahmen. Die Massnahmen sollen auf eine Stärkung der Volkswirtschaft ausgerichtet sein, namentlich mit Instrumenten der Innovations- und Technologieförderung.

Geschätzte Medienschaffende

Die Temperatur auf der Erde steigt. Während es im globalen Mittel seit Beginn der Industrialisierung rund 1 °C wärmer geworden ist, wird in der Schweiz im selben Zeitraum ein Temperaturanstieg von fast 2 °C registriert. Neben Massnahmen auf Bundesebene braucht es auch aktives Engagement auf Kantons- und Gemeindeebene, um die vertragliche Verpflichtung zu erfüllen. Mit dem Klimaschutz-Artikel in der Kantonsverfassung werden das Fundament und die Leitplanken für Kanton und Gemeinden geschaffen, um die notwendigen Massnahmen zu treffen.

Die Klimainitiative verlangt das Erreichen von «netto-null» bis spätestens im Jahr 2040. Mit Hilfe von verbindlichen Absenkpfaden sollen die Kantone aufzeigen, wie «netto-null» bis 2040 erreicht werden kann. Die Initiative verlangt weiter sozial- und umweltverträgliche Massnahmen. Die Massnahmen sollen auf eine Stärkung der Volkswirtschaft ausgerichtet sein, namentlich mit Instrumenten der Innovations- und Technologieförderung.

Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2040 sind technisch möglich. Auch viele Unternehmen haben sich ambitionierte Ziele gesetzt, darunter weltbekannte und global agierende Konzerne. Aber auch KMU in der Schweiz setzen sich Ziele, die von CO2-Neutralität ab 2020 bis zu Negativemissionen im Jahr 2030 reichen. So will zum Beispiel die grösste Versicherung der Schweiz, nach eigenen Angaben, bis 2025 mit ihrem Betrieb Netto-Null-Emissionen erreichen.

Ein breites Bündnis, getragen von parteipolitischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, lanciert die Klimainitiative zeitgleich in Nidwalden und Obwalden. In den Initiativkomitees sind Vertreter:innen aus Gesellschaft und Kultur, der Grünen Nidwalden, der Grünliberalen Nidwalden und Obwalden, der SP Nidwalden und Obwalden, der JUSO Obwalden des WWF sowie der ProNatura. Gemeinsam sind wir überzeugt, dass die Kantone Nidwalden und Obwalden ambitionierte klimapolitische Ziele verfolgen müssen.

Mit der Publikation im Nidwaldner Amtsblatt am 5. Januar und dem positiven Entscheid von der Staatskanzlei in Obwalden fällt heute der Startschuss für die Unterschriftensammlung für die Klimainitiative. Das Ziel ist in 60 Tagen die geforderten Unterschriften für Nid- und Obwalden zusammenzubringen.

Vielen Dank für die Berücksichtigung in Ihrer Berichterstattung.